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Aufstieg der CPN und Bürgerkrieg

In der neuen Parteienlandschaft formierte sich auch die radikale Maoistenpartei aus einer Splittergruppe einer der vielen kommunistischen Parteien Nepals. Seit 1995 beginnen die Maoisten ihren landesweiten Aufstand gegen die Monarchie und für die Erschaffung einer Volksrepublik. Der Konflikt sollte über zehn Jahre andauern und mehr als 13000 Todesopfer fordern. 1997 verlor der zweite nepalesische Premierminister Sher Bahadur Deuba ein Misstrauensvotum und läutete ein Jahrzehnt der politischen Instabilität und ständigen Regierungswechsel ein. Ein weiteres Schockerlebnis verschlechterte die Situation im Juni 2001. Bei dem sogenannten Palastmassaker erschießt der Kronprinz einundzwanzig Mitglieder der Königsfamilie inklusive des damaligen Königs und der damaligen Königin. Eine Ausgangs- und Nachrichtensperre folgten, sodass die tatsächlichen Ereignisse, sowie die Identität des Todesschützen, bis zum heutigen Tag umstritten bleiben. Nur einen Monat später verstärken die Maoisten ihre gewaltsamen Angriffe, im November 2001 erklären sie die Friedensverhandlungen für gescheitert. König Gyanendra, der Onkel des ehemaligen Kronprinzen und einer der wenigen Überlebenden des Palastmassakers, rief daraufhin den Notstand aus und beauftragte die Armee, die Maoisten massiv zu bekämpfen. In den folgenden Monaten starben Hunderte, wenn nicht Tausende an den Kämpfen zwischen der Armee und den maoistischen Guerillas. Für die nächsten zwei Jahre blieb der Notstand bestehen, auch wenn es zu verschiedenen Interimsregierungen kommt. Im Januar 2003 erklärten beide Seiten ihren Waffenstilstand. Nichtsdestotrotz umging der König demokratisches Vorgehen und ernannte im Mai 2003 Surya Bahadur Thapa zum Premierminister. Im August kam es zu erneuten Gefechten zwischen den Rebellen und der Regierung. Im darauffolgenden Jahr musste der royalistische Premierminister wegen des starken Drucks der demokratischen Öffentlichkeit zurücktreten und wurde vom König damit beauftragt, neue Wahlen abzuhalten. Nur acht Monate später jedoch rief der König erneut den Notstand aus und übernahm die Regierung unter dem Vorwand die maoistischen Rebellen zu bekämpfen. Die Proteste gegen die Machtübernahmen vereinen bald die großen Oppositionsparteien und erhöhen den Druck auf den König, bis jener 2006 der Wiederherstellung des Parlaments zustimmt. Das Schicksal der Monarchie ist zu diesem Zeitpunkt jedoch schon besiegelt und so wird die politische Macht des Königs mithilfe eines Parlamentsbeschlusses stark eingeschränkt. Am 16. Juni treffen sich zum ersten Mal der Maoistenführer Prachanda und Premierminister Koirala zu direkten Verhandlungen und beschließen, dass die maoistische Partei Teil der Interimsregierung sein muss. Im November desselben Jahres unterzeichnen die Maoisten und die Regierung einen Umfassenden Friedensvertrag (CPA) und erklären den Konflikt offiziell für beendet.

Olivia G.



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